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Allgemeines zu den Ärzten

In der Transformationsphase sind Transsexuelle zunächst gezwungen ein neues Geschlecht zu postulieren, das noch nicht gelebt wird, bevor sie schließlich ein Geschlecht leben, das noch nicht offiziell registriert ist.

Während Fachärzte für Transsexualität in der Regel mit dieser Problematik vertraut sind, erscheinen andere Ärzte genauso unsensibel wie die meisten Menschen. Damit wird man in Ordinationen fast zwangsläufig im falschen Geschlecht angesprochen und aufgerufen. Aber keine Angst: Was am Anfang furchtbar peinlich wirkt, wird bald amüsant. Spätestens dann, wenn man sein Geschlecht halbwegs konsistent präsentiert, ist den anderen die falsche Ansprache sicher peinlicher als dir selbst.

Du kann die Problematik entschärfen, wenn du - sobald es für dich passt - auf die richtige Anrede hinweist. Dabei kannst du deinem Arzt auch deine Lage erklären, damit er auch passende Überweisungen ausstellt:

Auch wenn du ihm einen Krankenschein im Geburtsgeschlecht vorgelegt hast, kann er Rezepte und Überweisungen auf den neuen Namen ausstellen. Wie immer gilt auch hier: Verträge sind dann rechtsgültig, wenn es zu einer Übereinstimmung zwischen den Vertragspartner kommt. Dass dein verwendeter Name noch nicht staatlich registriert ist, wäre nur dann problematisch, wenn die Krankenkasse ihn nicht akzeptiert. Da diese aber nur über die Sozialversicherungsnummer abrechnet, sind die in Rezepten und Überweisungen angeführten Namen für sie irrelevant. Die Wiener Gebietskrankenkasse stellt sogar selbst Kostenübernahmeerklärungen mit Vornamen im Wunschgeschlecht aus.

Mit passenden Überweisungen werden deine Arzt- und Laborbesuche zwar etwas an Skurrilität verlieren, aber keine Angst: das Leben als Transsexuelle hat noch genug amüsantes zu bieten.

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