Wer sich schon einmal selbst ausführlich in verschiedenen Kleidungsstücken vor dem Spiegel betrachtet hat, wird wohl festgestellt haben, dass ihm/ihr manches besser passt und manches weniger. Das gilt sowohl für den Stil der Kleidungsstücke als auch für deren Farbe. Bei Mann zu Frau TransGender stellt sich noch zusätzlich das Problem des zum eigenen Typ passenden Make Ups. Wie findet mann/frau aber heraus, was einem wirklich gut steht?
Nicht jede/r von uns ist mit sicherem Geschmack dafür ausgestattet, schon gar nicht, wenn man dabei aus der angestammten Geschlechtsrolle ausbricht und sich mit völlig ungewohntem Gewand oder sogar den vielen verschiedenen Farben beim Make Up herumschlagen muss. Dazu kommt noch das Problem, dass man sich beim ersten Versuch in den Kleidern des anderen Geschlechts fast auf jeden Fall gefällt, alleine aufgrund der Tatsache, dass man endlich das tut, wonach man sich schon lange sehnt.
Wer unsicher ist und nicht auf kompetente Hilfe im FreundInnen- und Bekanntenkreis zurückgreifen kann oder sich (aus verständlichen Gründen) nicht traut, hat die Möglichkeit, sich professioneller Hilfe zu bedienen und eine Farb- und/oder Stilberaterin aufzusuchen. Die Kosten sind zwar nicht zu vernachlässigen, aber das Geld ist jedenfalls gut angelegt. Lieber einmal etwas mehr ausgeben und dafür in Zukunft keine Kleidungsstücke kaufen, die aus dem einen oder anderen Grund unvorteilhaft sind.
Und abgesehen davon, es macht einfach Spass. Es ist einfach erstaunlich, wie sich ein ungeschminktes Gesicht verändert kann, je nachdem, welche Farben in der Nähe des Gesichts getragen werden. Es gibt grundsätzlich 4 verschiedene Farbtypen: den Frühlingstyp sowie den Herbsttyp, denen unterschiedliche warme Farben gut stehen und auf der anderen Seite den Sommertyp sowie den Wintertyp, bei denen verschiedene kalte Farben das Gesicht zur Geltung bringen. Die richtigen Farben bringen das Gesicht richtiggehend zum Strahlen und bringen es voll zur Geltung. Falsche Farben machen älter, blasser, unscheinbarer und betonen Augenringe, Hautunreinheiten und Schatten.
Auch der Kleidungsstil ist wichtig. Nicht jedes Muster und jeder Schnitt passt zu jeder Person. Was soll betont, was eher kaschiert werden? Ich als biologischer Mann, der die längste Zeit seines Lebens sein Auslangen mit Jeans, T-Shirts und Sweatshirts gefunden hatte, war erstaunt, auf was man da alles achten sollte und welche Vielfalt an Stilen es für Frauen gibt. Nicht zuletzt sollte auch das Make Up zu eurem Farbtyp passen, da könnt ihr euch beraten lassen. Ich hab mir auch noch Tipps bezüglich der passenden Zweitfrisur geholt, sowohl Farbe als auch Stil betreffend.
Aber was erzähl ich euch, lasst euch das von einer Profi zeigen
(einen Profi hab ich noch nicht kennen gelernt). Farbberaterinnen findet ihr
im Branchenverzeichnis oder auch im Internet. Ich denke, dass ihr euch am Telefon
ruhig sagen trauen solltet, dass ihr trotz eurer männlichen/weiblichen
Stimme eine Farbberatung als Frau bzw. Mann wollt. Offenheit siegt, und gerade
Frauen können mit unsereins in der Regel viel besser umgehen als Männer.
Wenn euch das zu riskant ist, dann kann ich nur die Frau nennen, bei der ich
war: Heidi Lembacher,
http://www.farbberatung.at, die ist mit TransGenderpersonen vertraut.