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Mann -> Frau Tucking

Tucking (engl. verstauen, wegstecken, einziehen) ist eine Methode, die äußeren männlichen Genitalien so zu verbergen, dass auch eng geschnittene Kleidung getragen werden kann. Sie wurde von Link JoAnn Roberts entwickelt und in einem Buch veröffentlicht.

Link Mattea aus München hat diese Methode ausprobiert, verfeinert und auf ihrer Homepage beschrieben. Wir danken Mattea sehr herzlich für die Erlaubnis, ihren Text auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Warnung!

Es sei darauf hingewiesen, dass die hier beschriebene Methode zu körperlichen Schäden führen kann.

Die Gefahr besteht in erster Linie in einer Überhitzung der Hoden durch das Verstecken der Genitalien im Schritt, was auf die Dauer zu Unfruchtbarkeit führen kann. Um gesunde Spermien produzieren und erhalten zu können brauchen die Hoden eine Temperatur, die deutlich unter der normalen Körpertemperatur von 37 Grad, im Idealfall um die 32 Grad, liegt.

Durch den Zug auf die empfindlichen Hautstellen im Genitalbereich oder das Entfernen von Pflaster oder Klebstoff kann es zu Hautrötungen, Abschürfungen oder Blasen kommen. Diese sollten gut gepflegt werden, um eine Narbenbildung zu vermeiden.

Voraussetzungen

Viele Männer können die Hoden in die Leistenfalte drücken. Falls das nicht möglich ist, wird das Tucking nicht funktionieren. Es kann daran liegen, dass an dieser Stelle einige Muskelstränge verlaufen die zuerst gedehnt werden müssen. Auch eine Operation eines Leistenbruchs kann es verhindern.

Vorbereitung

Das gesamte Areal sollte zur Vorbereitung vorsichtig rasiert werden, sonst kann das Entfernen des Tuckings sehr schmerzhaft sein.

Die Pflaster-Methode von JoAnn Roberts

Dazu wird ein 2,5 cm breites, gut haftendes medizinisches Klebeband (z.B. Hansaplast Classic) verwendet.

 

Nachdem der Bereich rasiert wurde, wird der Penis nach unten in der Mitte des Hodensacks plaziert.

Dann werden die beiden losen Enden des Hodensacks so über die Penisbasis gelegt, dass sie übereinander liegen und mit einem etwa fünf cm langen Stück Klebeband fixiert.

 

Jetzt kann der Penis nach oben ins Innere des Körpers geschoben und mit der Haut des Hodensacks etwa einen cm tiefer gesichert werden. Die angestrebte Form wird besser, wenn die Enden des Klebebandes etwas nach oben gezogen werden.

 

Nun werden auch die Hoden nach oben und vorsichtig ins Innere gedrückt. Die restliche Haut des Hodensacks wird mit zwei ca. 20 cm langen Streifen Klebeband über Kreuz gesichert.

Die Klebestreifen sollten kurz vor dem Analring beginnend nach oben gezogen werden. Es ist darauf zu achten, dass eine Öffnung verbleibt, die gross genug ist, um den Penis zum Pinkeln nach aussen zu schieben. Um alles an seinem Platz zu halten sollte die Öffnung aber auch nicht zu gross geraten.

 

Der obere Teil wird jetzt mit mehreren kürzeren Klebestreifen in Form gebracht. Die Unterwäsche sollte die Streifen abdecken, sofern die richtige Länge verwendet wird. Entscheidend ist, den richtigen Zug zu finden. Zu eng tut weh, zu locker bringt nicht die richtige Form.

Um die Enden der oberen Klebestreifen zu glätten können zwei Streifen längs darüber geklebt werden.

 

Je nach Bedarf können noch weitere Streifen aufgebracht werden, zum Einen um die restlichen Klebestreifen zu sichern, zum Anderen um die Form zu perfektionieren. Grundsätzlich darauf achten, daß die Teile, die versteckt werden sollen, immer nach oben gedrückt werden. Leichter geht es, wenn die Klebestreifen von unten nach oben angebracht werden.

 

Mit etwas Übung kann eine Form erreicht werden, die dem "Original" recht nahe kommt. Es entsteht dabei ein leichter Hügel über dem Schambein, der nur unwesentlich größer als der von Frauen ist.

Die verfeinerte Version von Mattea

Grundsätzlich funktioniert diese gleich wie die von JoAnn beschriebene, nur werden statt Pflaster Stoffreste und medizinischer Hautkleber verwendet. Es hält besser und ist wesentlich dünner als die dicke Pflasterschicht. Durch den besseren Halt kann die zum Kleben benötigte Fläche auch kleiner ausfallen. So kann auch Unterwäsche getragen werden, die nicht ganz so viel verdeckt.

 

Benötigte Materialien

Möglichst hautfarbener Stoffrest (nicht zu dick aber trotzdem einigermaßen reißfest, z.B. Hemdstoff, Gardinenstoff)

Medizinischer Hautkleber und zum Hautkleber passender Entferner

Heftpflaster 1,25 cm breit, Heftpflaster 2,5 cm breit

Ein weicher ca. 0,5 cm breiter Pinsel, Schere, Schablone, Makeup Spiegel

Der Hautkleber (Mastix) sollte in Fachgeschäften für Theaterbedarf (zum Beispiel: Brennig Maskenbildnerzubehör, 1060 Wien, Magdalenenstraße 22, Link www.brennig.at) leicht zu besorgen sein.

Aber Achtung, so mancher Hautkleber verträgt sich mit der sehr empfindlichen Haut im Genitalbereich ganz und gar nicht. Manche brennen auf der Haut, manche halten nicht besonders gut. Link Redigan Imex, ein TransGender-freundlicher Versandhandel für Theaterbedarf, bietet einen extra starken, gut verträglichen, medizinischen Hautkleber an.

 

Aus dem Stoffrest muss ein entsprechend geformtes Stück herausgeschnitten werden. Dazu wird aus einem Stück Pappendeckel eine Schablone gefertigt. Sie kann immer wieder verwendet werden. Die Dimensionen können nach Bedarf an die Anatomie der Trägerin angepasst werden.

Mit einem Filzstift werden die Konturen der Schablone auf den Stoff übertragen und anschließend ausgeschnitten. Der ovale Ausschnitt ist wichtig, um nach dem Anbringen des Tucking noch auf die Toilette gehen zu können!

 

 

Wenn alle Materialien bereit liegen und die Haut entsprechend vorbereitet ist - sie sollte auch weitgehend fettfrei, also gewaschen und nicht eingecremt sein - wird ein etwa acht cm breiter Streifen des 2,5 cm breiten Heftpflasters vorbereitet.

 

Die Haut wird oberhalb der Penisbasis über dem Penis mittig zusammengezogen ...

 

... und mit dem Pflasterstreifen fixiert.

Die Spannung soll nicht zu groß sein, sonst zieht sich die Klebung später langsam auseinander und führt zu extremen Hautreizungen. Dabei muss auch beachtet werden, dass in einem späteren Schritt die Hoden nach oben gedrückt werden und so zusätzliche Spannung genau auf diese Stelle kommt.

 

Oberhalb des ersten Pflasters werden noch zwei zusätzliche Hilfsstreifen angebracht, die später wieder entfernt werden.

 

Der erste Pflasterstreifen und die Haut bis zum zweiten Streifen wird mit einem Pinsel in der Breite des vorbereiteten Stoffes mit Hautkleber bestrichen. Am besten wird der Kleber so aufgetragen, dass der Rand des Stoffstreifens den Kleber völlig abdeckt.

 

Der Stoffstreifen wird so angesetzt, dass der ovale Ausschnitt etwa einen halben cm unterhalb des ersten Klebestreifens zu liegen kommt. dann wird er langsam von unten nach oben auf die mit Kleber benetzte Hautpartie gelegt und festgestrichen.

 

Nun kann der mittlere Pflasterstreifen wieder abgezogen werden, da die Haut bereits vom verklebten Stoff zusammengehalten wird. Dann wird die Haut bis zum nächsten Pflaster wieder mit Kleber eingestrichen, der Stoff mit leichtem Zug nach oben aufgelegt und festgestrichen.

 

Schließlich wird noch der letzte Hilfsstreifen entfernen, die Haut bis zum Ende des Stoffstreifens mit Kleber bestrichen, der Stoff mit leichtem Zug aufgelegt und feststreichen.

 

Die Hoden können jetzt vorsichtig nach oben geschoben werden. Ebenso der Penis und die Haut des Hodensacks. Ungefähr vier cm unter der letzten Klebung sollte noch ein etwa vier cm langer Pflasterstreifen angebracht werden. Mit leichtem Zug von links nach rechts.

 

Die Haut zwischen der letzten Klebestelle und dem Hilfsstreifen wird in die Mitte gezogen und mit Kleber einstreichen. Der Hilfsstreifen wird ebenfalls einstreichen. Anschließend wird der Stoffstreifen mit leichtem Zug nach unten aufgelegt und festgestrichen. Danach wird auf der anderen Seite genauso verfahren.

 

Die letzten Stoffenden werden wie zuvor festgeklebt, wobei sie am Ende überlappen dürfen. Im Idealfall kommen sie in der Schrittmitte wie zugeschnitten zusammen.

 

Eventuell wurde Klebstoff über den Stoffrand hinaus aufgetragen. Um zu vermeiden, dass die Unterwäsche anklebt, können diese Stellen mit Pflasterstreifen überklebt werden.

Deutlich ist die Öffnung zu erkennen, an der der Penis bei Bedarf herausgedrückt werden kann.

 

 

Nicht gleich aufgeben, wenn es am Anfang nicht so klappt! Übung macht auch hier die Meisterin.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Entfernung

Der Stoff kann wie ein Pflaster abgezogen werden. Am Besten mit der Haarwuchsrichtung abziehen. Also von unten nach oben bis zur Penisbasis und dann von oben nach unten.

Falls Klebstoffreste verbleiben, können dickere Flecken mit den Fingern vorsichtig abgerubbelt werden. Dünne Schichten können gut mit dem Entferner und Wattepads entfernt werden.

Aber nicht unnötig daran herumreiben, lieber leichte Reste stehen lassen. Nach der Reinigung sollte ohnehin die gesamte Region mit stark nachfettender Creme einbalsamiert werden. Die Creme löst kleine verbliebene Klebstoffrestchen. Ist noch zu viel Klebstoff übrig so wird er durch die Creme nur schmierig und kann dann in der Unterwäche hängen bleiben.

Vor dem nächsten Tucking sollte der Haut ausreichend Zeit zur Regeneration gegeben werden. Auf jeden Fall sollten alle Rötungen völlig abgeklungen sein, um dauerhafte Narben oder Hautverfärbungen zu vermeiden.

Wie lange das Tucking an einem Stück getragen werden kann ist schwer zu sagen. Die überklebte Hautregion kann nicht ausreichend gut gewaschen werden. Nur die Teile, die man herausdrücken kann, können zum Waschen erreicht werden.

Aber wer möchte, kann Tucking über mehrere Tage hinweg tragen. So kann man auch mal in Urlaub fahren, ohne ständig das Tucking erneuern zu müssen.

Links

Link http://mattea.trans-woman.de/de/tucking.htm
Tucking-Seite von Mattea aus München. Text und Bilder auf dieser Seite wurden zur Gänze von Matteas Seite übernommen, jedoch teilweise bearbeitet. Das Original kann über obiges Link angesehen werden.

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